Allgemein, BüDo

BüDo: Autogene Geburt

Heute geht es (endlich) los. Im ersten Teil meiner Reihe zu drei Geburtsbüchern möchte ich euch das neue Buch „Autogene Geburt – Mit Hypnobirthing selbstbestimmt gebären“ von Tatje Bartig-Prang vorstellen. Ich kenne (und liebe) von ihr schon ihr Buch „Pipi.Kacka“ übers Trockenwerden, Windeln, Windelfrei und Co. Übrigens auch eine echte Empfehlung, wenn ihr zu dem Thema mal Infos sucht.

Aber nun zu ihrem neuen Buch „Autogene Geburt“, das ich als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen habe. Ich bin ein bisschen aufgeregt… Schließlich habe ich noch nie ein Buch quasi „nach Auftrag“ gelesen und vorgestellt… Zuerst möchte ich sagen, dass sich das Buch unglaublich gut liest. Ich habe es innerhalb von nur einem Wochenende gelesen (und mit Kleinkind bleibt da nicht viel Lesezeit). Der Schreibstil ist sehr angenehm, locker, aber nicht irgendwie flapsig oder albern. Ich finde das wichtig, denn wenn ein Buch anstrengend zu lesen ist, dann kommt der Inhalt bei mir einfach nicht an… da kann er noch so gut sein.

Zum Inhalt muss ich zunächst ein bisschen weiter ausholen: Ich habe in Vorbereitung auf die Geburt des Prinzen schon ein anderes Buch über „Hypnobirthing“ gelesen, den „Klassiker“ von Marie F. Mongan und das fand ich ganz furchtbar. Für mich war die Hauptaussage dieses Buches: Wenn ich nur alles richtig mache, wenn ich nur genug übe, wenn ich nur… dann habe ich eine schmerzfreie, perfekte Geburt und das heißt im Umkehrschluss, dass ich auch immer selber Schuld bin, wenn es nicht klappt. In diesem Buch werden so viele unbedingt notwendige Schritte und Faktoren genannt, die eine „perfekte“ Geburt stören würden, dass es mir fast unmöglich erschien auf alles zu achten. Dieses Buch hat mich (abgesehen von der Theorie über die Zusammenhänge von Angst, Anspannung und Schmerzen) so abgeschreckt, dass ich es gar nicht versucht habe mich mit der Technik auf die Geburt vorzubereiten, weil ich das Gefühl hatte zu viele Faktoren gar nicht unter Kontrolle zu haben.

Tartje Bartig-Prang setzt nun in ihrem Buch nicht die schmerzfreie Geburt als höchstes Ziel aus, sondern die angstfreie Geburt. Das ist, zumindest nach meinem Verständnis, etwas komplett anderes und lässt mich auch über meine Geburt neu nachdenken. Ich habe schon vor einigen Wochen dazu hier etwas geschrieben. Ich hatte ganz ehrlich zu keiner Zeit Angst während der Geburt des Prinzen. Sicher war nicht alles schön und noch weniger entsprach es meinen Vorstellungen von einer „guten“ Geburt, aber ich habe alle Entscheidungen selbst getroffen und währenddessen hat es sich immer richtig angefühlt. Das klingt jetzt ein bisschen kitschig, aber ich muss gestehen, dass mich diese Erkenntnis ein ganzes Stück „versöhnt“ hat mit den Erfahrungen bei der Geburt des Prinzen.

„Autogene Geburt“ enthält neben einer ganzen Menge Theorie zu Hypnose und den „mechanischen“ Vorgängen während der Geburt. Außerdem praktische Übungen und anschauliche Vergleiche. Einen fand ich – als mein persönliches Fazit – besonders schön: „Stellen Sie sich vor, Sie begeben sich auf eine Hochgebirgswanderung über Ihnen völlig unbekanntes Terrain. Dabei haben Sie eine Karte des Wegenetzes. Es wäre ziemlich blöd, ganz ohne Karte loszulaufen, nur weil die Karte einem nicht sagen kann, wie das Wetter wird. Stattdessen rüsten Sie sich gut aus, studieren das Kartenmaterial und kennen bereits die Position der Schutzhütte, falls doch ein Unwetter aufziehen sollte. Außerdem haben Sie sich vorher den Wetterbericht angeschaut.“ (S. 108 „Autogene Geburt“ Tatje Bartig-Prang). Für die Vorbereitung einer autogenen Geburt gibt es (und braucht es auch) keine festen Pläne, kein „Anders-geht-es-nicht“, sondern einen ganzen Werkzeugkoffer an Möglichkeiten, den ich zur Vorbereitung auf meine Geburt/Hochgebirgswanderung kennenlernen kann und aus dem ich mir die Werkzeuge auswählen kann, die zu mir und der Situation passen. Das empfinde ich als ungeheuer entspannend und ermutigend. Ich werde das Buch wohl sehr bald wieder zur Hand nehmen, um mir meine Werkzeuge aus dem Koffer zu wählen, meine Wanderkarte vorzubereiten.

Advertisements
Standard
Allgemein, Mamasein, Pusteblumen

Mama allein unterwegs

Nach ein paar stressigen Wochen in denen wir viel zu oft auf den Papa verzichten mussten, lag endlich ein ziemlich freies Wochenende vor uns. Da meine Eltern meine Schwester in der Nähe besucht haben, habe ich spontan entschieden einen Tag (und eine Nacht!!) kinderfrei zu nehmen. Ich wollte ein bisschen Stoffe streicheln gehen, ein bisschen Zeit mit einem Kaffee und einem guten Buch verbringen, am Abend mit meinen Eltern essen gehen und bis in die Nacht mit meiner Schwester quatschen…

Wie schön habe ich mir das vorgestellt, habe gedacht ich würde die Zeit uneingeschränkt genießen… und es war auch wirklich schön mal in Ruhe durch die Geschäfte zu schlendern – auch in die Geschäfte, die ich sonst meide, weil es mir zu anstrengend ist den Prinzen alle fünf Sekunden zu ermahnen die kleine Glasvase, Schneekugel oder Plastikblume jetzt bitte an ihren Platz zurückzustellen. Und trotzdem fehlte mir etwas. Schon der Moment am Bahnhof als der Prinz realisierte, dass nur ich in den Zug steige und er bei Papa bleiben sollte, ließ mich fast umkehren oder spontan entscheiden ihn doch einfach mitzunehmen. Jedes Kind in der Bahn und in den Straßen gab mir einen kleinen Stich im Herzen. Ich habe sogar kurz überlegt meinen Kaffee in dem hübschen Kindercafé zu trinken in dem wir schon so oft gemeinsam waren… echt albern irgendwie. Ich habe mich auch wirklich gefreut, dass es in dem Restaurant einen ordentlichen Kinderstuhl gab, obwohl wir den ja gar nicht brauchten. Auch die Nacht war irgendwie durchwachsen… ich habe kaum geschlafen, habe viel gegrübelt und war ständig auf dem Weg zum Klo.

Das ist doch wirklich seltsam. Ich habe mir so sehr eine Auszeit gewünscht. Eine Zeit nur für mich… und dann grübel ich doch nur ständig, ob es allen gut geht und stelle mir vor was wir alles gemeinsam schönes machen könnten. Mannomann… das hat mir ja vorher auch keiner erzählt, dass das auch zum Mamasein dazugehört.

Standard
Allgemein, Schwanger!

SSW 7: So macht das keinen Spaß

Ich weiß ja nicht was ich erwartet hatte, aber diese zweite Schwangerschaft ist irgendwie deutlich anstrengender, als ich gedacht hätte. Vielleicht täuscht mich auch meine Erinnerung, aber ich bin emotional und körperlich irgendwie ziemlich am Ende. Vielleicht sollte ich noch einmal mein Schwangerschaftstagebuch lesen, um meinen Erinnerungen auf die Sprünge zu helfen.

Klar, beim letzten Mal habe ich noch voll gearbeitet, aber zumindest war mein Kopf gut beschäftigt und ich hatte nicht so viel freie Kapazitäten zum Grübeln. Immerhin konnte ich im Wesentlichen selbst entscheiden wann ich eine Pause brauchte. Diesmal habe ich anderthalb Kleinkinder hier zu Hause und im Zusammenspiel mit bleierner Müdigkeit und latenter Übelkeit muss ich sagen, dass das keinen Spaß macht. Ich komme wirklich schnell an meine Grenzen, wenn eines der Kinder (oder gern auch mal alle beide) unzufrieden oder etwas motzig sind. Ich ärger mich dann immer über mich selbst, aber im Moment kann ich es irgendwie nicht ändern.

Ich würde gern den ganzen Tag verschlafen oder eingemummelt auf dem Sofa verbringen, doch das geht natürlich nicht, weil der der Prinz meine ganze Aufmerksamkeit fordert. Ich möchte mein Gedankenkarussell gern irgendwie ausschalten und mich mit irgendetwas ablenken, doch stattdessen schaue ich dem Prinzen dabei zu wie er die Rutsche hochklettert, lese zum fünfzigsten Mal das gleiche Buch vor oder singe das immer gleiche Einschlaflied. Dabei ist mein Kopf nicht genug gefordert und ich kann nebenbei die ganze Zeit Gedanken wälzen, die mir nicht gut tun.

Die Schmierblutungen, die ich heute morgen hatte, helfen natürlich auch nicht meine Gedanken zur Ruhe zu bringen. Ich werde mich also morgen wieder gemeinsam mit dem Prinzen für ein paar Stunden in das Wartezimmer meines Lieblingsgynäkologen setzen und so lange werde ich beten und hoffen, dass er nur sagt, dass ich mich ein bisschen schonen und Magnesium nehmen soll oder so etwas…

Ich hoffe euch geht es besser als mir.

Liebe Grüße

Frau Pe

Standard
Allgemein, Mamasein, Pusteblumen

Hochzeitstag mit Kleinkind

Am Wochenende war unser fünfter Hochzeitstag. Unglaublich, dass das schon fünf Jahre her ist… Da der Tag auf einen freien Tag fiel, wollten wir natürlich etwas schönes unternehmen. Leider gingen unsere Vorstellungen von „was schönes“ ein bisschen auseinander. Ich hätte gern ein romantisches Essen allein mit dem Mann gehabt. Doch der Mann wollte gern einen Familienausflug machen. Das ist ja auch irgendwie verständlich, weil er ja sonst auch nur wenig Zeit mit uns verbringen kann… also haben wir uns entschieden alle zusammen zum Mittag schön essen zu gehen und danach noch einen schönen Spaziergang um den See beim Restaurant zu machen.

Der Morgen war noch etwas wolkig, doch im Laufe des Tages wurde das Wetter immer schöner… am Ende fast zu heiß. Die erste Stunde unseres Ausflugs verbrachten wir noch im Auto, weil der Prinz natürlich auf dem Fahrt zum See eingeschlafen war. Der Mann hat auch noch eine Runde geschlafen und ich war schon ein bisschen genervt. So hatte ich mir das nicht vorgestellt…

Erwartungsgemäß war das Essen dann natürlich weniger entspannt als erhofft, weil einer von uns fast ständig den Prinzen davon abhalten musste in dien Springbrunnen direkt neben unserem Tisch zu hüpfen. Für ihn war es ein großer Spaß. Aber das Essen war lecker und wir konnten uns trotzdem gut unterhalten, weil wir eben den Tisch direkt am Springbrunnen ausgewählt hatten und der Prinz konnte mit den Beinen im Wasser planschen.

Auf dem Weg rund um den See gab es dann auch eine Menge zu sehen: Pferde mit seltsamen Kopfbedeckungen, ein Storch und versteckte Schafe in überschafhohem Gras. Der Prinz war hin und weg von all dem „Mäh“ und „Bah“. Schafe sind im Moment einfach seine absoluten Lieblingstiere.

Am Ende hatten wir wirklich einen sehr schönen Tag gemeinsam.

Standard
Allgemein, Pusteblumen, Schwanger!

Ein schlagendes Herz

Es schlägt! Wahnsinn, dass man das schon sehen kann. Schließlich ist das Baby erst knapp 4mm groß, aber da war eindeutig ein kleines flackerndes Etwas, das der Doc wenige Sekunden nach Beginn der Ultraschalluntersuchung gefunden hatte. Schnell ausmessen. Ein bisschen Beratung bzgl Folsäure, CMV und Toxoplasmose. Das wars auch schon. Ich bin super erleichtert. Von der Größe entspricht der Krümel genau SSW 6+2, was genau zu meiner Vermutung bzgl Eisprung passt. 

Ich soll in der übernächsten Woche noch einmal kommen, da bekomme ich den Mutterpass. Das ist dem Doc wichtig, weil er dann erstmal Urlaub hat. 

Jetzt gehen wir erstmal schön essen, wir haben nämlich heute unseren 5. Hochzeitstag… Jetzt ist uns der Prinz allerdings auf der Fahrt eingeschlafen und darum sitzen wir noch im Auto vor dem Restaurant. Und da der Mann auch gerade eingeschlafen ist, schreibe ich jetzt am Handy dieses kurze Update. Danke für alle Glückwünsche und Nachfragen!!

Liebe Grüße und ein wunderschönes Wochenende 

Eure glückliche Frau Pe

Standard