Selbst gemacht

Neue Projekte?

Meine Liste (Rotation will ich nicht mehr sagen… Irgendwie rotiert da noch nix… Mal sehen wie es mit den größeren Projekten wird) ist ja gut zusammengeschrumpft und daher darf ich jetzt ein neues Projekt aussuchen. Zwei habe ich aktuell zur Auswahl. Ein vernünftiges und eins auf das ich gerade Lust habe (welches welches ist, bekommt ihr sicher schnell raus).

1. meine Häkeldecke: die hatte ich ja etwas außerhalb der ‚Rotation‘ gehalten, weil ich die einzelnen Quadrate gut unterwegs häkeln kann. Die letzten Wochen bin ich viel gereist und damit sind fast alle Quadrate fertig. Wahrscheinlich kann ich das Morgen beenden… 7 Stunden Zugfahrt… bäh. Das zusammennähen und das Häkeln des Randes ist dann natürlich wieder ein Zuhause-Projekt.

2. die SchnabelinaBag

Irgendwie kann ich mich nicht entscheiden…

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Allgemein, Kinderwunsch

Die Anderen

Immer dann, wenn ich im Ausland bin, fällt mir mal wieder ein, wie anders die Anderen doch sind. Wie festgefahren ich in meinen Ansichten manchmal bin und wie unglaublich wahr manche Vorurteile doch sind.

Ich arbeite diese Woche in der internationalen Firmenzentrale einer großen Firma in der Schweiz und meine Gesprächspartner sind vor allem Amerikaner. Ich könnte mich jedesmal vor Lachen wegwerfen, wenn man mal wieder merkt, wie wenig Eindruck Amerikaner von „good old europe“ haben. Gestern kam die Frage auf, wieviel Urlaub wir haben im Jahr. Auf meine Gegenfrage „Wer jetzt genau? Deutsche? Schweizer?“ nur ungläubiges Kopfschütteln. „Wie jetzt, da gibt es Unterschiede?“ Sie haben keine Ahnung von der Unterschiedlichkeit der europäischen Länder. Keine Vorstellung davon, dass wir außer der Tatsache, dass wir auf dem selben Kontinent leben, per se erst einmal nicht sooo viel gemein haben. Ok, verglichen mit Japanern und Peruanern sind wir uns dann doch wieder recht ähnlich, aber davon ein Land zu sein sind wir noch weit entfernt und das ist auch gut so. Wir hatten auf jeden Fall eine sehr angenehme und amüsante Disskussion gestern abend beim Abendessen.

Doch das ganze hallt in mir noch weiter nach und ich stelle mir die Frage: Bin ich auch so? Was sind die Dinge, die ich einfach so voraussetze und nicht weiter hinterfrage, weil man sie in Deutschland oder Europa halt so macht? Bin ich wirklich so tolerant und weltoffen, wie ich gern wäre? Würde ich es merken, wenn ich anderen zu nahe trete, weil ich „falsche“ Maßstäbe an sie und ihre Verhaltensweisen anlege. Ist es nicht auch wichtig mir Schubladen zu machen? Wo ist da die Grenze?

Irgendwie habe ich heute einen philosophischen Tag… Vielleicht weil heute mal wieder Eisprung ist… und ich nicht zu Hause. Vielleicht hilft das ein bisschen Abstand vom Kinderwunsch zu bekommen, wenn ich weiß, dass wir diesen Monat eh abhaken können.

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Selbst gemacht

Ein Plan ist ein Plan ist ein Plan

2014-02-22 17.14.12… und kann sich darum auch mal ändern. Zunächst fing alles ganz gut an. Meine Projektliste sah vor, dass nun die Fertigstellung des Häkelkissens an der Reihe sei. Alle Teile waren soweit fertig. Ich weiß gar nicht mehr genau wie es dazu gekommen war.  Aus irgendeinem Grund hatte ich auf unserer Weihnachtsrundreise ein Knäul rote und ein Knäul blaue Wolle und eine passende Häkelnadel dabei… Hab vergessen was ich damit ursprünglich vor hatte… ist auch egal. Irgendwann habe ich dann angefangen mit Granny Squares zu experimentieren und herausgekommen ist ein Monsterquadrat. Ich habe dann beschlossen ein Kissen daraus zu machen.

Aus dem 2014-02-22 15.36.16Rest roter Wolle sind dann noch die Häkelblümchen entstanden, um das große blaue Mittelteil ein bisschen aufzulockern.

Der eigentliche Kissenbezug ist ein einfacher Bezug mit Hotelverschluss aus einer übriggebliebenen Gardine. Der beste Ehemann der Welt findet es ein bisschen „wie bei Oma“, aber ich mag es (auch wenn es ein bisschen schief ist…). Damit kann ich schon wieder ein Projekt von meiner Liste streichen. Wenn das so weiter geht, dann ist die Liste bald ganz leer… und ich fang gar nicht richtig an zu rotieren.

Ein bisschen Zeit hatte ich dann heute noch… aber keine Lust auf das eigentlich nächste Projekt auf der Liste. Also hab ich beschlossen, dass mir das egal ist und ich lieber noch was nähen will. Gesagt getan. Also habe ich das Projekt „Patchworkdecke grün/orange“ gestartet… und beendet. Ich hatte auf der Kreativmesse in Berlin eine Minijellyroll (Zehn Stoffstreifen 5“ breit) gekauft. In verschiedenen Grüntönen. Damit wollte ich den JellyrollRaceQuilt ausprobieren. Wer das nicht kennt, eine Anleitung gibt es hier. Damit die Decke ein bisschen größer wird, habe ich zusätzlich noch aus einem orangen Uni-Stoff Streifen zugeschnitten, die ich immer zwischen die verschiedenen grünen Streifen setzen wollte, doch als ich heute mit dem Nähen angefangen habe, gefiel mir das doch nicht mehr, also hab ich die einfach weggelassen. 2014-02-22 18.37.08

Das Zusammennähen des Tops geht super schnell (Zuschneiden musste ich ja nichts mehr). Zum Fertigstellen habe ich dann eine passende Rückseite (gelber Blümchenfleece) und ein Vlies mit der rechten Seite auf mein Top gelegt und einmal rundherum zusammengenäht. Bis auf eine Wendeöffnung, die ich dann geschlossen habe, indem ich nach dem Wenden noch einmal um die ganze Decke herumgesteppt habe. Damit ist das keine klassische Quilt/Patchworkdecke, aber irgendwie gefiel mir das für dieses Top besser… und das Endergebnis ist richtig toll. Ich bin begeistert.

Ein sehr erfolgreiches Handarbeitswochenende (durch zwei Tage Urlaub ging mein Wochenende von Donnerstag bis Samstag…) liegt hinter mir. Morgen (Sonntag) geht dann der Alltag wieder los. Eine Woche Dienstreise… aber so komme ich hoffentlich zum Häkeln an meiner Decke. 60% sind schon fertig.

Zum Schluss noch ein Kinotipp. Wer Lust auf ein wunderschönes Romantikmärchen hat, der sollte sich „Winter’s Tale“ nicht entgehen lassen.

Eine gute Woche euch allen wünscht

Frau Pe

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Selbst gemacht

Alles Patty?

Hallo ihr Lieben,
heute bin ich endlich mal wieder zum Nähen gekommen. In meiner Rotation war ja als nächstes die Handytasche an der Reihe und die sollte nun heute mal von der Werkbank hüpfen. Die Tasche der Wahl war die Bowie von pattydoo… allerdings ohne die namensgebende Schleife. Passend zum Telefon in grün und grau. Hier das Ergebnis: Folie1
Das Schnittmuster ist echt gut. Mit Hilfe der Videoanleitung kann man kaum was falsch machen. Einziger Tipp, falls jemand es auch nachmachen möchte: Lasst die Wendeöffnung etwas größer, ich hatte große Mühe die Tasche zu wenden. Aber das Endergebnis ist echt toll!

Und weil ich dann einmal dabei war, habe ich gleich noch den Versuch gestartet eine Susie ohne Reißverschluss zu nähen. Dieses Schnittmuster (inklusive Anleitungsvideo) stellt Ina von pattydoo kostenlos zur Verfügung. Dafür habe ich eines der beiden oberen Abschlussteile und eines der beiden Futterteile um je fünf Zentimeter verlängert, um eine Klappe zu bekommen. Das Endergebnis ist ganz hübsch, aber ganz 100% geklappt hat es nicht… wahrscheinlich wäre es besser ein extra Klappenteil zuzuschneiden und mit einzufassen… Vielleicht versuche ich es später noch einmal so… Folie2 Damit habe ich meinen Rotationsplan schon direkt über den Haufen geworfen, aber egal, ich hatte eben Lust darauf.

Damit ist Projekt drei auf meiner Rotationsliste auch schon abgeschlossen und die Liste schrumpft schön zusammen. das nächste Projekt ist die Fertigstellung meines gehäkelten Kissenbezuges, das sollte auch recht schnell abgeschlossen sein.

Alles Liebe und ein schönes Wochenende
Frau Pe

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Allgemein, Kinderwunsch

Genau ein Jahr

Genau vor einem Jahr habe ich meinen ersten Blogbeitrag geschrieben. Damals noch in der festen Erwartung das Schreiben dieses Jubiläumsbeitrages zwischen Stillpausen und Windelwechseln quetschen zu müssen. Doch es kam anders. Ganz anders.
Nicht nur, dass ich immer noch kein Baby in meinen Armen halten darf, ich bin noch nicht einmal schwanger. Ok, ich war es ganz kurz mal. Irgendwann. Ohne es mitbekommen zu haben. Mein Körper hat mir viel vorgegaukelt, ich habe gelitten und geweint, aber hatte auch eine Menge Spaß. Mein Mann und ich, wir sind enger zusammengewachsen. Er ist meine Stütze, wir haben uns durch alles was passiert ist besser kennengelernt. Und dafür bin ich unendlich dankbar.
Und in all die Enttäuschung mischt sich immer mal der Gedanke, dass es gut ist so wie es ist. Ich bin dankbar für die Zweisamkeit, die Spontaneität und die viele Zeit für meine Hobbies. Ich bin dankbar für meinen Job, den ich liebe, der aber mit Kind so nicht ginge. Versteht mich bitte nicht falsch, ich möchte immer noch von Herzen Mutter werden, doch ich will mich von diesem Wunsch nicht beherrschen lassen. Ich will mir nicht einreden (lassen), dass mein Leben ohne Kind doof ist, denn das ist einfach nicht wahr. Mein Leben ist toll und voller großartiger Menschen, die ich über alles liebe. Ich will darauf vertrauen, dass mein Gott den perfekten Zeitpunkt für uns kennt und so lange möchte ich das genießen was ich habe und nicht dem nachtrauern was hätte sein können. Alles ist gut so wie es ist.

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