Allgemein, Mamasein, Pusteblumen, Schwanger!

SSW 17: Bruderliebe!

Der Prinz ist im Moment absolut fasziniert von meinem wachsenden Bauch. Ständig will er unter meinem Shirt das Baby anschauen und kuschelt schon richtig mit ihm… ich schmelze dahin. Aktuell ist er allerdings fest davon überzeugt, dass das Baby durch meinen Bauchnabel rauskommt… ich lasse ihn mal in dem Glauben😉 Ich erkläre ihm immer wieder, dass das Baby noch klein ist und erst noch wachsen muss bis es rauskommen kann. Ich zeige ihm dann auch immer mit meinen Händen die ungefähren Größenverhältnisse. Er weiß aus seinen Bilderbüchern auch schon ganz genau, dass das Baby dann auch Milch aus meiner Brust trinken wird… aber eben erst wenn es größer ist.

Wenn wir jetzt also irgendwo ein Baby sehen oder ihm mein Bauch mal wieder ins Blickfeld gerät, dann wird er immer ein bisschen aufgeregt und wiederholt immer wieder: „Dößer! Dößer! Dich!“ (Größer! Größer! Milch!) zusammen mit den passenden Handbewegungen. Immer wieder muss er das wiederholen und wartet darauf, dass ich das bestätige. Spätestens eine Stunde später geht das „Gespräch“ dann wieder von vorne los.

Ich bin gespannt, ob diese Begeisterung auch noch anhält, wenn das Baby dann wirklich aus dem Bauch kommt und den ganzen Tag nur Milch trinken will.

Die Geschlechterfrage ist bisher noch ungeklärt. Vielleicht haben wir beim nächsten Ultraschall nächste Woche Glück, aber so lange fühlen sich alle mich umgebenden Frauen berufen fröhlich Vermutungen anzustellen… Die Tendenzen gehen eindeutig Richtung „Junge“… genau werden wir es dann wohl erst im Februar wissen.

Ich wünsche euch allen eine sonnige Woche!
Liebe Grüße
Frau Pe

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Gedanken zu einem zweiten Kind

„Jetzt schon? So ein kleiner Abstand ist doch so anstrengend“

„Ich dachte, ihr wolltet einen kurzen Abstand…“

„Willst du gar nicht wieder arbeiten?“

„Könnt ihr euch das denn leisten?“

Das sind Gedanken zu unserem zweiten Kind. Zumindest die Gedanken der uns umgebenden Menschen… zugegebenermaßen nur die negativen oder kritischen. Zum Glück gab es auch genügend Menschen, die sich mit uns über die zweite Schwangerschaft freuen. Für mich war schon immer klar, dass ich mindestens zwei Kinder möchte. Ich selbst habe drei Geschwister und stelle mir eine Kindheit ohne Geschwister nur halb so lustig vor. Natürlich nerven die Kleinen auch oft genug, aber am Ende des Tages war es doch toll. Ich habe natürlich keinen direkten Vergleich – bin ja nie ohne Geschwister aufgewachsen – doch meine Beobachtungen bei Einzelkindfreundinnen haben mir doch den Eindruck vermittelt, dass der Alltag weniger kindorientiert abläuft, wenn „nur“ ein Kind im Haus lebt. Es gab natürlich immer wieder mal Phasen, in denen ich es genossen habe bei diesen Freundinnen zu Besuch zu sein, weil es da so aufgeräumt und strukturiert war, weil meistens mehr Geld da war für „mal was Besonderes“… aber richtig wohlgefühlt habe ich mich da trotzdem nicht… also auf jeden Fall sollte der Prinz ein Geschwisterchen bekommen.

Trotzdem kann ich nicht behaupten, dass meine umtriebigen Gedanken vollkommen untätig sind, wenn ich an „das zweite Kind“ denke. Im ersten Moment ist da eine ganze Menge Vorfreude. Ich freue mich wie wahninnig darauf wieder ein Baby zu haben… zu stillen, zu kuscheln, zu tragen.  Den Babygeruch in mich aufzusaugen, das erste Lächeln… ich denke ihr wisst was ich meine. Natürlich freue ich mich auch darauf den Prinzen mit seinem Bruder oder seiner Schwester bekannt zu machen. Ich möchte wissen, wie er als großer Bruder sein wird. Im Moment ist er immer ganz euphorisch, wenn er meinen Bauch eincremen darf und erzählt jedem (zumindest jedem, der seine Sprache versteht…), dass das Baby nur noch etwas größer werden muss und dann rauskommt und an meiner Brust Milch trinken wird. Wie lange wird diese Begeisterung wohl anhalten? Wird er sein Geschwisterchen mögen? Oder werden wir mit Eifersucht zu kämpfen haben.

Und da sind wir auch schon bei dem übermächtigen Gedanken, der mich beschäftigt, wenn ich an unser zweites Baby denke: schlechtes Gewissen! Ich habe jetzt schon ein schlechtes Gewissen, weil ich weiß, dass es eben nicht in den Genuss von wochenlangem Kuscheln auf der Couch kommen wird. Schon jetzt in der Schwangerschaft muss ich mich regelrecht dazu zwingen mit dem kleinen Wesen Kontakt aufzunehmen und regelmäßig kommt dann doch der Prinz dazwischen und möchte ein Buch anschauen, ein Marmeladenbrot essen oder den Nachbarhund besuchen. Eigentlich habe ich nur abends im Bett mal Gelegenheit meinen Bauch zu streicheln, in mich hinein zu spüren und mein Baby zu kontaktieren. Wenn das Baby dann auf der Welt ist, wird es sicherlich lautstark meine Aufmerksamkeit einfordern, doch irgendwie wird es eben immer ein Abwägen sein zwischen den Bedürfnissen des einen und des anderen. Ich weiß (oder glaube zu wissen), dass es ihm nicht schadet, aber ich habe diese erste Zeit mit dem Prinzen so genossen und befürchte, dass es diesmal eben anders wird. Weniger gemütlich, weniger treiben lassen und mehr äußere Zwänge, weniger Zeit zum Kuscheln und mehr „notwendige Versorgung“. Wahrscheinlich wird es nicht ganz so schlimm werden, wie ich es mir jetzt ausmale, doch ein Grundgefühl des Hin- und Hergerissenseins wird wahrscheinlich diese erste Zeit prägen.

Und dann sind da noch eine Menge praktische Fragen, die wir klären müssen: Wie werden wir in Zukunft schlafen? Unser Ehebett ist für vier (von denen mindestens einer das Schlafverhalten eines Brummkreisels hat) doch ein bisschen eng, aber rausschmeißen will ich den Prinzen irgendwie auch (noch) nicht. Wie gestalten wir die Wochenbettzeit? Wie soll der Krümel heißen? Wie lange kann/möchte ich dieses mal zu Hause bleiben? Was müssen wir noch besorgen? Haben wir nicht eigentlich schon alles? Wahrscheinlich haben wir alles was wir brauchen, aber irgendwie habe ich doch das Bedürfnis mich und ein „Nest“ vorzubereiten.

Ich bin froh, dass diese Schwangerschaft (hoffentlich) noch einige Wochen dauert. Froh, dass wir noch einige Gelegenheit haben werden zu reden, zu planen und zu träumen… von unserem zweiten Kind.

Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade Gedanken zum zweiten Kind des Blogs geliebtes-kind-motzibacke.de. Schaut doch dort vorbei und lest die tollen Beiträge der anderen.

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SSW 16: Windelfrei

Ich gebe zu: Das wird wieder kein richtiger Beitrag zur Schwangerschaft… Dazu gibt es einfach nicht wirklich viel zu schreiben. Rückenschmerzen, erstes Sodbrennen, immer noch keine Kindsbewegungen und der erste Hebammenbesuch in der nächsten Woche… vielleicht gibt es danach mehr zu erzählen.

Darum erzähle ich euch lieber von den Dingen, die mich aktuell tatsächlich den ganzen Tag auf Trab halten: Der Prinz trägt tagsüber (meistens) keine Windeln mehr! Ich zerfließe vor Mamastolz. Ich habe mir im Vorfeld (mal wieder) unendlich viele nutzlose Gedanken gemacht: Wie fängt man am besten an? Wird das klappen? Gibt das eine Riesensauerei?  Naja, aber von Anfang an: Ich hatte mir schon länger vorgenommen in diesem Sommer einen ersten Versuch zu starten und seit der Schwangerschaft ist es mir irgendwie noch wichtiger geworden… Schließlich wäre es ja schon toll nur noch ein Wickelkind zu haben. Natürlich wollte ich keinen Druck aufbauen, sondern ganz entspannt einen Versuch starten. Wäre er fehlgeschlagen, dann wollte ich es dabei belassen und auf ein Startzeichen des Prinzen warten oder dann im nächsten Sommer einen erneuten Anlauf nehmen.

Seit die Räubertochter nicht mehr zu uns kommt, haben wir wieder etwas mehr Freiraum und darum habe ich genau diesen Moment für uns als Startpunkt genommen. Am Anfang habe ich den Prinzen immer bei uns zu Hause einfach ohne Windel und Hose herumlaufen lassen. Das waren dann immer so zwei, maximal drei Stunden am Stück. Und während am ersten Tag noch wirklich jedes Pipi daneben ging, hatten wir seit dem dritten Tag praktisch keine Unfälle mehr. Das Töpfchen steht bei uns im Wohnzimmer bzw. in der oberen Etage im Schlafzimmer und der Prinz geht allein hin und macht sein Geschäft. Danach bringt er mir furchtbar stolz sein Töpfchen an und wir bringen es gemeinsam zur Toilette, um es zu leeren und auszuwaschen. Er darf dann immer die Spülung drücken und sich die Hände waschen. Das Händewaschen mit Seife scheint auch seine Hauptmotivation zu sein… Manchmal, wenn er das Händewaschen einfordert, dann sage ich ihm, dass wir erst nach dem Töpfchen wieder Händewaschen und er stapft zielstrebig zum Töpfchen und macht ein Minigeschäft, damit er danach wieder Händewaschen darf. Ich könnte mich wegwerfen vor Lachen.

Insgesamt läuft das Ganze wieder typisch ganz nach dem Naturell des Prinzen ab… er will es allein entscheiden. Wenn ich ihn frage, ob er mal muss oder ihn auffordere, dann geht er aus Prinzip nicht. Aber kaum habe ich mal ein paar Minuten nicht auf ihn geachtet, da kommt er wieder stolz mit dem gefüllten Töpfchen an… Zu Hause klappt es im Moment wirklich gut, da ist er ohne Windel und meist unfallfrei super unterwegs. Einen kleinen Rückschlag gab/gibt es immer mal, wenn der Prinz eine Hose trägt. Dann vergisst er manchmal ganz, dass er keine Windel trägt oder er setzt sich samt Hose auf das Töpfchen, aber es wird immer besser. Gestern nun war der erste ganze Tag, den er ohne Windel war. Unfallfrei. Selbst den aufregenden Kindergeburtstag einer kleinen Freundin aus der Krabbelgruppe hat er super gemeistert. Hatte ich schon erwähnt wie stolz ich auf mein großes Baby bin?

Eine kleine Sorge habe ich jetzt noch: Bis jetzt sagt der Prinz ja nicht Bescheid, wenn er muss, sondern geht einfach. Für zu Hause ist das auch toll, aber unterwegs eben doch schwierig… Aber wir werden immer mutiger und wagen uns jetzt auch ohne Windeln außer Haus. Mal sehen wie das weitergeht. Ich halte euch auf dem Laufenden…

Liebe Grüße

Eure superstolze Frau Pe

P.S.: Als Lektüre zum Thema kann ich euch den Blog von www.windelwissen.de sehr empfehlen und natürlich auch das Buch „Pipi. Kacka.“ von Tatje Bartig-Prang.

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SSW 15: Warten auf das Blubbern

Auch wenn diese Schwangerschaft doch so ein bisschen nebenher läuft, horche ich doch in den letzten Tagen immer mal wieder in mich hinein und warte auf das wohlbekannte Blubbern in meinem Bauch. Ich weiß nicht genau, warum ich so ungeduldig bin, aber meine App behauptete eben Anfang der Woche, dass gerade Wiederholungsschwangere jetzt schon auf die ersten spürbaren Bewegungen hoffen dürfen. Aber da ist noch nix. Funkstille.

Hallo Krümel! Bist du wach? Ich würde mich so über ein kleines Zeichen von dir freuen.

Gerade könnte ich das wirklich gut gebrauchen, denn irgendwie merke ich gerade gar nichts von dieser Schwangerschaft. Keine Symptome, keine Anzeichen. Wahrscheinlich sollte ich mich darüber freuen, weil es den Alltag doch enorm vereinfacht, und das tue ich auch wirklich, aber für das (Bauch-)Gefühl wäre es halt schon schön.

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BüDo: Das Geheimnis einer schönen Geburt

Seit einigen Jahren schon habe ich den Blog von Hebamme Jana Friedrich abonniert… eigentlich schon vor der Schwangerschaft mit dem Prinzen, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt. Ich liebe die (kommentierten) Geburtsberichte und Artikel zu allen Themen rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Schon der Blog an sich ist eine absolute Leseempfehlung (es gibt auch einen Newsletter… für alle, die nicht ständig nachschauen wollen, ob es etwas Neues gibt).

Als ich dann Anfang des Jahres mitbekommen habe, dass ein eBook zur Geburtsvorbereitung erscheinen soll, habe ich mir das direkt auf meinen Wunschzettel geschrieben. Gelesen hatte ich es aber (natürlich) bisher noch nicht. Das habe ich dann jetzt mal nachgeholt. Vielleicht war es ein bisschen unfair, dass das eBook eben erst an dritter Stelle meiner Reihe zu den Büchern zur Geburt stand… diesem Fakt ist es sicherlich geschuldet, dass es wenig wirklich Neues für mich zu lesen gab (ein paar Dinge gab es aber natürlich für mich noch neu zu entdecken).

Trotzdem habe ich das Buch sehr genossen. Es scheint direkt für die Strukturen in meinem Gehirn geschrieben zu sein. Alles ist sehr übersichtlich und strukturiert. Weniger emotional und „esoterisch“ angehaucht, als die anderen Bücher in meinem Bücherschrank, doch das empfand ich als wirklich sehr angenehm, weil es mir und meiner Art zu denken eben doch sehr entspricht. Gerade zur praktischen Geburtsvorbereitung werde ich sicherlich wieder darauf zurückgreifen und meine „Traumgeburtskarte“ ausfüllen.

Fazit zur ganzen Bücherreihe: Ich habe jetzt drei Bücher zum gleichen Thema gelesen. Bisher habe ich es immer vermieden zu solchen emotionalen Themen zu viele Informationen, die sich gegebenenfalls widersprechen, an mich heranzulassen, doch in diesem Fall habe ich es nicht bereut. Ich habe viel gelernt. Während mir vorher -nach den Erfahrungen der ersten Geburt- schon ein wenig mulmig zu Mute war, habe ich nun wieder das Gefühl mich vorbereiten zu können und freue mich auf die Geburt. Ich weiß natürlich, dass eine gute und schöne Geburt ein Geschenk ist, aber es hilft doch zu wissen auf welche Dinge ich Einfluss nehmen kann und mich da so gut es geht vorzubereiten.

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